„Bayerische Jungsozialisten starten durch“

Arbeitsgemeinschaften


Jusos mit Landesvorsitzendem Thomas Asböck (6.v.l.) und Kreisvorsitzendem Sebastian Gruber (7.v.l.)

SPD-Nachwuchs tagte in Thürnthenning

Thürnthenning. Unter dem Motto „Jusos on Tour – Rot ist die Zukunft“ traf sich die Spitze des Juso-Landesvorstandes mit den Vorsitzenden sowie aktiven Mitgliedern der Kreise Dingolfing-Landau und Rottal-Inn am vergangenen Sonntag im Gasthof Ismair in Thürnthenning. Die Konferenz wurde vom örtlichen Gemeinderat und Juso Kreisvorsitzenden Sebastian Gruber eröffnet. Grund für das Treffen war, dass die Mitglieder die Verantwortlichen auf Landesebene kennen lernen und sich der Landesvorstand über die Strukturen vor Ort informieren kann. In diesem Rahmen wurden auch viele aktuelle Themen angesprochen.

Nach Ansicht der Teilnehmer bewegen sich Jungsozialistinnen und Sozialdemokraten in politisch turbulenten Zeiten. „Eine weltweite Finanzkrise wirkt sich zunehmend auf die Arbeitnehmerinnen, Arbeitnehmer und junge Auszubildende aus“, waren sich die Diskussionsteilnehmer einig, zu denen auch die stellvertretenden Juso-Bezirksvorsitzenden Florian Huber und Christian Haas, Juso-Landesvorsitzender Thomas Asböck sowie die Landesvorstandsmitglieder Sebastian Roloff aus dem befreundeten Nachbarbezirk Oberpfalz und Philipp Dees aus Mittelfranken gehörten. In Bayern würden zudem nach wie vor schwere Rahmenbedingungen herrschen: Die Alleinherrschaft der CSU ist gebrochen – ihre unsoziale Politik setzt sie jedoch in einer Koalition mit der FDP fort. Weiterhin platzen die Schulklassen aus allen Nähten, Chancengleichheit und eine längere Gemeinschaftsschulzeit sei für die neue Regierung ein Fremdwort. „Nicht nur Studiengebühren stoßen auf massiven Widerstand seitens der Jusos“, betonte Sebastian Gruber. Auch rechtsextreme Einstellungen seien inzwischen immer häufiger verbreitet und deshalb ein Grund mehr, den Kampf gegen Rechts, als eines der Wichtigsten Anliegen der Jusos, zu forcieren. „Für die Verteidigung der Demokratie bedarf es einer starken Sozialdemokratischen Partei, die den zahlreichen Verhaftungen und Verfolgungen in den letzten beiden Jahrhunderten trotzte und damit aus Verantwortung für Toleranz und Freiheit, für rechtliche wie soziale Gleichheit aller Menschen kämpft“, erklärte Gruber. Die Frauenpolitik des CDU-geführten Bundesfamilienministeriums lasse ebenfalls zu wünschen übrig. Ministerin von der Leyen führe lediglich die von der ehemaligen SPD-Ministerin Renate Schmidt angestoßene Familienpolitik fort. „Bereits 1985 hätte Renate Schmidt im Bundestag einen Antrag auf Einführung des Elterngeldes gestellt, der von der CDU/CSU noch niedergeschmettert wurde“, verdeutlichte Florian Huber. Deshalb binden die Jungsozialistinnen und Jungsozialisten seit Jahrzehnten gezielt Frauen in die politische Arbeit der SPD ein, um die Ungleichbehandlung der Geschlechter, insbesondere beim Arbeitseinkommen, endlich aufzuheben. Im Bereich Wirtschaft und Finanzen grenzen sich die Sozialdemokraten vom politischen Gegner ebenfalls klar ab. „Es muss eine europäische Finanzaufsicht ins Leben gerufen werden, mit dem Ziel, diese weltweit auszubauen“, forderten die Jusos Niederbayern schon während der Bezirkskonferenz 2009 in Straubing. Nicht zuletzt wurden in Thürnthenning organisatorische Themen besprochen. „Seit der Wiedergründung des Juso-Kreisverbandes Dingolfing-Landau bekommen wir enormen Zulauf“, berichtete Gruber. „Durchstarten“ müssten die JungsozialistInnen auch im Jahr 2009, forderten die Landesvorstandsmitglieder in Einklang mit der Basis. Die Europawahl am 07. Juni und die Bundestagswahl am 27. September sind zwei wichtige Ereignisse, auf die das Juso-Team mit SPD-MdB Florian Pronold erfolgreich hinarbeiten müsse, vor allem durch den Kampf für den gesetzlichen Mindestlohn und eine solidarische Bürgerversicherung.

 
 

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