SPD beim Politischen Aschermittwoch

Landespolitik


v.l.n.r.: Ortsvorsitzender Sebastian Gruber mit Landesvorsitzenden Florian Pronold, Margarethe Eicher und Florian Huber

OV Moosthenning besuchte Veranstaltung mit Christian Ude

Weil mögliche politische Richtungswechsel in Bayern und die damit verbundenen Kampagnen bereits ihre Schatten vorauswerfen, zeigte sich SPD-Ortsvorsitzender und Gemeinderatsmitglied Sebastian Gruber sehr erfreut darüber, dass auch in diesem Jahr Mitglieder des SPD-Ortsvereins Moosthenning beim Politischen Aschermittwoch vertreten waren. Neben den Vorstandsmitgliedern Margarete Eicher und Florian Huber haben beispielsweise auch Gemeinderatsmitglied Erich Galliwoda und der Lengthaler SPD-Ortsvorsitzende Heribert Sterr mit ihren Parteimitgliedern die Reise nach Vilshofen angetreten, um gemeinsam mit mehr als 3500 Genossinnen und Genossen den designierten SPD-Spitzenkandidaten für die Bayerische Landtagswahl 2013 und Münchner Oberbürgermeister Christian Ude im Festzelt in Empfang zu nehmen.

Begrüßen konnten die Anwesenden auch drei weitere Hauptredner: SPD-Vorsitzenden Sigmar Gabriel, Landesvorsitzenden MdB Florian Pronold und den Regener Landrat und Chef des SPD-Bezirks Niederbayern Michael Adam. In der Auftaktrede machte der Bundestagsabgeordnete für Rottal-Inn/Dingolfing-Landau Florian Pronold mit der Bayerischen Staatsregierung kurzen Prozess. „Erst war Markus Söder Europaminister und jetzt haben wir eine Euro-Krise. Dann war er Verbraucherschutzminister, jetzt haben wir den Skandal um Müller-Brot und jetzt ist er Finanzminister. Man darf so einer skandalgeschüttelten Partei nicht die wichtigsten Funktionen übertragen“, betonte MdB Pronold. Der SPD-Bundesvorsitzende Sigmar Gabriel kritisierte vor allem die bisherigen Leistungen der Bundesregierung. „Guttenberg und Christian Wulff haben die bürgerlichen Werte mit Füßen getreten und Merkel hat die Verantwortung dafür, dass jene Leute in Amt und Würden gekommen sind“, so Gabriel. "2012 muss das Jahr der besseren Löhne werden“, erklärte Sigmar Gabriel, „damit Vollzeit arbeitende Menschen nicht noch als Aufstockung vor dem Sozialamt Steuergelder erbetteln müssen“. Im Anschluss betrat der designierte Kandidat für das Amt des Ministerpräsidenten Christian Ude die Bühne und versicherte: „So eine Versammlung habe ich in 45 Jahren SPD-Mitgliedschaft noch nicht erlebt“. Er verweist auf die lange Geschichte der bayerischen SPD, die über 100 Jahre zurückreicht. "Die bayerische Geschichte wäre ohne Sozialdemokraten nicht so verlaufen.", so der Oberbürgermeister Münchens. „Der Freistaat wurde durch den Sozialdemokraten Kurt Eisner ausgerufen. Eine Schande, dass das an Bayerns Schulen nicht gelehrt wird, aber dann müssen wir daran erinnern“, betonte er. Auch zu sachpolitischen Fragen nahm Ude Stellung und pochte auf bessere Lösungen. Er fordert die Gleichstellung von Mann und Frau, kritisiert die "ausländerfeindliche Stimmungsmache" in CSU-Wahlkämpfen und spricht sich für eine flächendeckende Breitbandversorgung im ländlichen Raum aus. Die Versuche aus den Reihen der gegnerischen CSU, ihn als Kandidaten zu diffamieren, weil er Münchner Oberbürgermeister sei, lässt Ude abprallen: „Denn es ist kein Zufall, dass mich die Münchner Bevölkerung vier Mal in Folge mit steigender Stimmenzahl gewählt hat." München habe den niedrigsten Schuldenstand seit 1996 sowie leistungsfähige Stadtwerke und Sparkassen, während die CSU den Freistaat Bayern in Folge der Landesbank-Krise bedenkenlos finanziell in Bedrängnis bringe. Im Gespräch mit den Vertretern der Moosthenninger SPD erklärte Landesvorsitzender Florian Pronold, dass man die Kapazitäten im Festzelt im kommenden Jahr ausbauen werde, um noch weiteren Mitgliedern aus allen Ortsvereinen sowie interessierten Bürgerinnen und Bürgern die Teilnahme zu ermöglichen. Auch SPD-Ortsvorsitzender Sebastian Gruber zeigte sich von der Großveranstaltung beeindruckt: „Die Chancen auf einen politischen Richtungswechsel waren noch nie so gut: Mit der CSU ist es zu Ende, aber Ude, der kann‘s“.

 
 

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